Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule können an ihrer Schule die gleichen Abschlüsse erwerben, die an den verschiedenen Schulen des gegliederten Schulsystems erreicht werden können:

Hauptschulabschluss (nach Klasse 9) - HA 9
Hauptschulabschluss (nach Klasse 10) - HA 10
Fachoberschulreife (nach Klasse 10) - FOR
Fachoberschulreife mit Qualifikation (nach Klasse 10) - FORQ
Fachhochschulreife - schulischer Teil (nach Klasse 11) - FHR
Fachhochschulreife - schulischer Teil (nach Klasse 12 oder 13) - FHR
Abitur (nach Klasse 13) - Abitur

Auch in der Gesamtschule können alle qualifizierten Abschlüsse nur mit Lern- und Leistungsbereitschaft erworben werden. Wird der Hauptschulabschluss nach Klasse 9 nicht erreicht, muss die Klasse wiederholt werden.

Für weitere Auskünfte bei allen Fragen zu Schulabschlüssen steht die Abteilungsleitung zur Verfügung!

Mit dem Eintritt in die Jahrgangsstufe 8, fortgeführt in den Jahrgangsstufen 9 und 10,  kommen neue Ergänzungsstunden im Stundenplan hinzu. Zusätzliche Möglichkeiten und Chancen für den Bildungsgang werden dadurch geboten. Während das Fächerangebot im Wahlpflichtbereich I (WP1) durch gesetzliche Vorgaben relativ eng festgelegt wird (Sprachen, Naturwissenschaften, Arbeitslehre/Technik, Darstellen und Gestalten), haben die Schulen im Bereich der Ergänzungsstunden umfangreichere Gestaltungsmöglichkeiten. 
 
Die Ergänzungsstunden sollen vorrangig verwendet werden für
1.   die Förderung in den Fächern Deutsch, Mathematik, dem Lernbereich Naturwissenschaften, den Fremdsprachen und dem Fach des Wahlpflichtbereichs,
2.   eine weitere Fremdsprache (z.Z. ab Jgst. 10 - Spanisch),
3.   erweiterte Angebote in den Fächern der Stundentafel,
4.   berufsvorbereitende Angebote und für Fächer oder Fächerkombinationen im mathematisch-naturwissenschaftlichen (MINT) und im gesellschaftswissenschaftlich-wirtschaftlichen Schwerpunkt; Schulen wie die HGE mit einem künstlerischen Schwerpunkt können außerdem Fächer und Fächerkombinationen im künstlerischen Schwerpunkt anbieten.
 
Konkret bietet die Schule für das kommende Schuljahr folgendes Kursangebot an:

  • Deutsch / Mathematik GDM (Abschlussförderung: G-Kurs Stabilisierung)
  • Mathematik / Englisch BME (Abschlussförderung: Brückenkurs)
  • Informatik
  • Bürotechnik
  • Sport
  • Französisch
  • Naturwissenschaften
  • Kunst und Technik
  • Sozialwissenschaften
  • Musik
  • ab Klasse 10: Spanisch

 
Es können allerdings nur die Kurse zustande kommen, die in ausreichender Zahl angewählt werden. In der im Downloadbereich zur Verfügung gestellten Broschüre werden nicht nur die Rahmenbedingungen für die Ergänzungsstunden aufgezeigt, auch auf ihre Bedeutung für die Sicherung oder Verbesserung des Schulabschlusses soll hingewiesen werden. 
 
Alle Kurse und zu vermittelnden Inhalte sind dort grob skizziert. Dieses Heft soll helfen, eine sinnvolle, auf das persönliche Bildungsziel und die persönliche Interessenlage ausgerichtete Wahlentscheidung zu treffen.
 
Die Entscheidung für die Wahl des Lernangebotes im Bereich der Ergänzungsstunden liegt in der Hand der Schule. Sie kann die Schülerin oder den Schüler dazu verpflichten, im Rahmen der Ergänzungsstunden an bestimmten Förderangeboten teilzunehmen.  Wir möchten aber die Erziehungsberechtigten und ihre Kinder an dieser Entscheidung teilhaben lassen. Deshalb wird die Schule für jede Schülerin und jeden Schüler eine Empfehlung für die Wahl aussprechen. Auch für persönliche Beratungen stehen wir selbstverständlich zur Verfügung. Die Teilnahme an den Kursen der Ergänzungsstunden wird auf dem Zeugnis bescheinigt und nach Entscheidung der Zeugnis- bzw. Versetzungskonferenzen durch qualifizierende Aussagen bewertet.

Von Klasse 6 an zeichnen sich bei vielen Kindern persönliche Interessen und Fähigkeiten schon deutlicher ab. Deshalb hat jeder Schüler und jede Schülerin ab Klasse 6 neben dem gemeinsamen Unterricht 4 Stunden Wahlpflichtunterricht (WP I). Für diesen Unterricht kann er oder sie nach persönlichen Neigungen und Interessen einen der folgenden Lernbereiche wählen:

eine zweite Fremdsprache (Französisch, Latein)
Arbeitslehre (Wirtschaftslehre, Technik, Hauswirtschaft)
Naturwissenschaften (Biologie, Physik, Chemie)
Darstellen und Gestalten

Klassenbildung

Um möglichst gute und stabile Beziehungen zwischen Schülern und Lehrern zu ermöglichen, hat jede Klasse in den Jahrgangsstufen 5 und 6 im Schnitt 15 Stunden bei ihrem Klassenlehrer oder ihrer Klassenlehrerin bzw. ihrem Co-Klassenlehrer oder ihrer Co-Klassenlehrerin Unterricht. Diesem Prinzip folgend, werden die Klassen in der neunten Jahrgangsstufe stärker abschlussbezogen und unter Berücksichtigung pädagogischer Aspekte neu zusammengesetzt, wobei darauf geachtet wird, dass sich möglichst viele Schülerinnen und Schüler der vorherigen Klassenverbände in einer neu gebildeten Klasse wiederfinden. So ist es möglich, dass auch in den Klassen 9 und 10 ca. 5 - 8 Unterrichtsstunden von den Klassenlehrerinnen und -lehrern erteilt werden.

Unterrichtsfächer

Die Stundentafel an der Gesamtschule umfasst alle Fächer, die insgesamt an der Hauptschule, der Realschule und am Gymnasium unterrichtet werden:
Deutsch
Gesellschaftslehre (Erdkunde/Geschichte/Politik)
Englisch
Mathematik
Naturwissenschaften (Biologie/Chemie/Physik)
Arbeitslehre (Technik/Wirtschaft/Hauswirtschaft)
Kunst/Musik/Textilgestaltung
Religionslehre
Sport
Zusätzlich weist die Stundentafel 2 Arbeitsstunden für die Klassen 5-10 auf. Diese sind zum Teil an die Fächer Deutsch, Mathematik oder Englisch gebunden und werden von den Fachlehrerinnen und -lehrern erteilt. In den Klassen 5 bis 6 stehen den Schülerinnen und Schülern „freie“ Arbeitsstunden zur Verfügung, die vom Klassenlehrer bzw. der Klassenlehrerin betreut werden. Diese Stunden dienen vor allem dazu, Arbeits- und Lerntechniken einzuüben. Die Arbeitsstunden sind verpflichtend.
Fachleistungskurse

Interessen und Neigungen sind unterschiedlich. Ebenso gibt es Unterschiede im Leistungsvermögen. Daher werden von Klasse 7 an in den Fächern Englisch und Mathematik Fachleistungskurse gebildet. Das sind Lerngruppen, in denen der Unterricht unterschiedlich hohe Anforderungen stellt. Die eine Gruppe arbeitet schneller und kann zusätzliche Lernziele erreichen (Erweiterungskurs), die andere schreitet langsamer voran und erfüllt die Grundanforderungen des jeweiligen Faches (Grundkurs).

 

Ab Klasse 8 werden in Deutsch, ab Klasse 9 in Physik Fachleistungskurse gebildet. Bis zur Klasse 10 können die Schülerinnen und Schüler bei entsprechenden Leistungen zwischen Grundkurs und Erweiterungskurs wechseln. Um den Kurswechsel zu erleichtern, gibt es Ausgleichsunterricht.

Ausgleichsunterricht wird aber auch denjenigen Schülerinnen und Schülern angeboten, die beim Mitlernen im Erweiterungskurs Schwierigkeiten haben. Durch die Möglichkeit, Fachleistungskurse zu wechseln, bleiben die Schulabschlüsse offen.

Auch in der Gesamtschule gibt es Jugendliche mit geringeren Lernleistungen. Soweit das in Mathematik, Englisch, Deutsch oder Naturwissenschaften der Fall ist, kann ein Schüler bzw. eine Schülerin zunächst den Grundkurs besuchen, z. B. in Deutsch oder Englisch, während er oder sie z. B. in Mathematik im Erweiterungskurs ist. Ausgleichsunterricht oder entsprechende Stützkurse im Wahlbereich bieten zusätzliche Möglichkeiten, in einer Lerngruppe zu bleiben und weiter mitarbeiten zu können.
Sitzenbleiben

Die Gesamtschule selbst zwingt grundsätzlich keine Schülerin und keinen Schüler, eine Klasse zu wiederholen, denn Lernausfälle sind meist zeitlich begrenzt und treten oft nur in einzelnen Fächern auf.

Nur in Fällen, in denen Lernausfälle in mehreren Fächern auftreten, können Gesamtschülerinnen und Gesamtschüler auf Antrag der Eltern eine Klasse wiederholen.

Berufsvorbereitende Praktika

Im Lernbereich Technik / Wirtschaft stellt das Schülerbetriebspraktikum einen Schwerpunkt im 9. Jahrgang unserer Schule dar. Es ermöglicht den Schülerinnen und Schülern Einblicke in die Welt der Wirtschaft bzw. der Arbeit, die durch schulischen Unterricht so nicht zu erreichen wären. Dieses Praktikum wird von der Schule organisiert und betreut, sowie im Unterricht vor- und nachbereitet. Im 7. Jahrgang wird ein Waldpraktikum und im 8. Jahrgang ein Landpraktikum angeboten.

Arbeitsgemeinschaften

Damit die musischen, künstlerischen, sportlichen und handwerklichen Neigungen und Begabungen durch den hohen Anteil theoretischen Unterrichts nicht verkümmern und die sozialen Kontakte der Schüler und Schülerinnen untereinander gestärkt und gefördert werden, konnte die Schule bisher ein breites Spektrum von Arbeitsgemeinschaften anbieten. Diese Arbeitsgemeinschaften werden nicht nur von Lehrern und Lehrerinnen durchgeführt. Auch Eltern ist es möglich, eine Arbeitsgemeinschaft anzubieten. In den letzten Jahren fanden u. a. folgende Arbeitsgemeinschaften statt:

Kochen
Arbeiten mit Holz
Tonarbeiten
Theater spielen
Fußball
Stricken/Häkeln/Sticken/Nähen
Arbeiten mit Gips
Tischtennis
Volleyball
Geräteturnen
Rund ums Fahrrad
Schach
Computer
Schwimmkurse für Nichtschwimmer
Badminton
Jazzgymnastik
Mofakurs
Rockmusik
Chor
Baseball
Seidenmalerei
Volleyball
Schulgarten
Tennis

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