Der Leistungskurs Biologie der Q1 (Jg. 12) absolviert regelmäßig im Rahmen seines Themas "Ökosystem See" einen praxisbezogenen Lehrgang im Naturschutzgebiet "Heiliges Meer", in dem ein spannend aufbereitetes Forschungs- und Erkundungsprogramm angeboten wird.

Der Unterrichtsgegenstand "Ökosystem See" ist im Lehrplan der Qualifikationsphase 1 fest verankert. Im Rahmen des regulären Unterrichts im Leistungskurs Biologie ist es aber nur begrenzt möglich, das Ökosystem See praktisch zu erkunden. Daher fährt der Leistungskurs Biologie jährlich zu einem der bestuntersuchten und vielschichtigsten Naturschutzgebiete Deutschlands, dem Naturraum rund ums "Heilige Meer" bei Hopsten, wo er einen dreitägigen Intensivkurs zum Thema "Ökosystem See" absolviert. Hier befindet sich eine Außenstelle des LWL-Museums für Naturkunde in Münster, die eine der wichtigsten Weiterbildungseinrichtungen zum Themenbereich Ökologie und Naturschutz in NRW darstellt. Vor allem als außerschulischer Lernort für Schülerinnen und Schüler genießt sie einen sehr guten überregionalen Ruf.

Das Naturschutzgebiet "Heiliges Meer" bietet auf Wanderwegen die Möglichkeit für ausgiebige Naturbeobachtungen von natürlichen Ökosystemen, wie z. B. von unterschiedlich nährstoffhaltigen Seen und Tümpeln, von Mooren und Wäldern und Elementen historischer Kulturlandschaften, wie Heiden und Feuchtgrünland. Einzigartig für Deutschland ist die Konzentration auf engem Raum.

Im Kurs wird ein vielschichtiges, spannend aufbereitetes Forschungs- und Erkundungsprogramm des Naturschutzgebietes geboten, das unseren Schülerinnen und Schülern viel abverlangt, aber auch wegen der Praxisnähe viel Spaß bereitet. So werden während einer Bootsfahrt auf dem Großen Heiligen Meer Wasserproben aus verschiedenen Tiefen gezogen und deren Sauerstoff- und Kohlenstoffdioxidionenkonzentration bestimmt und miteinander in Beziehung gesetzt, um Rückschlüsse auf die Trophiestufe ("Ernährungszustand", also nährstoffarm oder -reich) des Sees ziehen zu können. Weiterhin werden Stoffflüsse in den See aus dem Umland erfasst und deren Bedeutung für die Entwicklung des Sees herausgestellt. Überwältigend ist die Artenfülle des Seenplanktons, das mikroskopisch untersucht und bestimmt wird. Es tut sich ein Mikrokosmos an Kleinstlebewesen auf, den man in dieser Vielfalt und Schönheit so bestimmt nur einmal in seinem Leben zu Gesicht bekommt!

Auch hier gilt der Leitgedanke des Natur- und Umweltschutzes (Link Umwelterziehung), der im Sinne eines erziehenden Unterrichts vermittelt werden soll: „Nur das, was ich kenne und schätzen gelernt habe, werde ich auch schützen wollen.“ Das zu ermöglichen ist unser Auftrag, ähnlich wie dies bei anderen Exkursionen ins Freie (Link Exkursionen und Klassenfahrten) geschieht. Mit Arbeitsblättern und Lehrbüchern kann zwar theoretisches Wissen vermittelt werden, eine praktische Erfahrung stellt aber eine ganz andere Erlebensqualität dar. Auch deshalb wird an der HGE an vielen Stellen Wert auf unmittelbare Naturerfahrungen gelegt.

Langeweile kommt am Heiligen Meer nicht auf und ganz nebenbei sind unsere Schülerinnen und Schüler nach der Exkursion bestens auf ihre Klausur zum Thema "Ökosystem See" vor-bereitet!

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