Unsere reich strukturierte Vogelschutzhecke an der Außensportanlage bietet bereits jetzt vielen Vögeln Nahrung, Schutz und Nistmöglichkeiten, auch wenn sie noch einige Jahre benötigt, um ihr volles Potenzial zu entfalten. 

Direkt nach Fertigstellung unserer Außensportanlage und des Outdoor-Klassenzimmers haben Schülerinnen und Schüler unserer Forscherklassen sowie der Wahlpflichtkurse Naturwissenschaften unter Anleitung ihrer Biologielehrerinnen und -lehrer an diese angrenzend eine breite Vogelschutzhecke angepflanzt. Dazu wurde zunächst der steinige Untergrund mit Spitzhacken aufgelockert und für die Pflanzungen vorbereitet. Die Sträucher wurden teilweise von einer ortsansässigen Baumschule gespendet, ein Großteil stammte aber aus den Gärten unserer Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen, Lehrer und aus Waldrandsäumen schulnaher Wälder, denen bei Unterrichtgängen nicht geschützte Jungpflanzen behutsam entnommen wurden. Gepflanzt wurden Weißdorn, Schlehe, Hartriegel, Haselnuss, Salweiden, Liguster, Faulbaum und Sanddorn.

Brombeeren und reichhaltiger Unterwuchs aus krautigen Pflanzen stellten sich durch Ansamungen und durch das Mitwirken von Amseln von selbst ein. In den ersten Jahren mussten sie regelmäßig zurückgeschnitten werden, da sie durch Beschatten das Anwachsen der Sträucher gefährdeten. Noch fehlen der Hecke ein paar Jahre Entwicklung, doch bereits jetzt konnten Brutvorkommen von Amseln, Singdrosseln, Rotkehlchen, Zilzap und Heckenbraunelle nachgewiesen werden.

Regelmäßig im Frühjahr und im Frühsommer wird der Heckenrand sowie die angrenzenden Wiesen für Pflanzen- und Insektenbestimmungsübungen genutzt. Dabei achten wir darauf, dass es nicht zu großen Störungen des Brutgeschäfts der ansässigen Singvögel kommt. Ausgestattet mit Bestimmungsbüchern, Lupen und Pinzetten erhalten unsere Schülerinnen und Schüler damit komplexe primäre Naturerfahrungen ganz nach dem Motto, 'mit allen Sinnen lernen'.

Überraschend für unsere Schülerinnen und Schüler war, dass einige, der in der Hecke angesamten Wildkräuter sich als durchaus schmackhaft erwiesen. Knoblauchsrauken und verschiedene Gänsefußgewächse sind sehr alte wertvolle Küchenpflanzen, die in der heutigen, von EU-Normen verarmten Küche, zu unrecht keinen Platz mehr finden. Einige Schülerinnen haben vorgeschlagen diese alten Küchenpflanzen in unserem Schulgarten (LINK Schulgarten) anzubauen. Das wollen wir nun unbedingt umsetzen und wäre auch eine tolle Bereicherung für unsere Schulküche. (LINK Schulküche)

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