Die Fairtrade AG “Fairfighter“ besteht seit 2013 und handelt mit fair gehandelten Produkten. Neben dem täglichen Verkauf in ihrem Kiosk macht die jahrgangsübergreifende AG bei Aktionen oder größeren Schulveranstaltungen auf die Kindersklaverei und Ungerechtigkeiten im globalen Handel aufmerksam. Mit ihren Gewinnen finanzieren die Fairfighter die Schulausbildung ihres indischen Patenkindes und investieren in ihren Kiosk oder in weitere Aktionen. Zukünftig ist zudem ein Upcycling Projekt geplant, bei dem die AG ein eigenes Produkt entwickeln und produzieren möchte.

Im Fairfighter Kiosk arbeitet die Gruppe in elf Pausen in der Woche immer mit 2-4 Schülerinnen und Schülern eigenverantwortlich. Dabei weisen die erfahrenen Mitglieder neue Fairfighter im Umgang mit den Waren und der Kasse ein. Die meisten Produkte bezieht die AG direkt bei der Gepa, der „Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt“. Damit die Mitschüler im Notfall versorgt sind, sind zudem Hefte, Stifte, Geodreiecke und andere Büroutensilien im Warenbestand. Im Sinne von Nachhaltigkeit führt die AG auch Wittener Streuobstwiesensaft.

Oft ist die Tätigkeit projektgebunden. Zu Nikolaus und Ostern verkaufen die Fairfighter fair produzierte Schokolade teils mit Geschenkelieferservice. An den Nachmittagen der Elternsprechtage, den Schnuppertagen und am Tag der offenen Tür verkauft die AG Kaffee und selbstgebackenen Kuchen aus fair gehandelten Produkten in der Schule. In den letzten 3 Jahren haben die Fairfighter u. a. selbstgebackene Plätzchen auf dem Weihnachtsmarkt verkauft.

Donnerstags in der 7. Stunde findet immer ein AG-Treffen zur Abrechnung und zum Ideenaustausch statt. Allerdings können dann meist nicht alle Mitglieder teilnehmen, da sie teilweise andere schulische Verpflichtungen haben. Daher verabreden sich öfter kleinere Gruppen themenorientiert, um z. B. ein Glücksrad zu bauen, Plätzchen zu backen, Plakate zu erstellen oder Listen und Pläne zu überarbeiten. Jährlich fährt die AG für zwei Tage zu ihrem Workshop in eine Jugendherberge, um gemeinsam die Ziele zu überdenken, Themen zu erarbeiten und demokratisch über die Verwendung der Gewinne zu entscheiden. Dieses Jahr sollen neben dem eigenen Upcycling-Produkt möglichst neue T-Shirts designed und die Jalousie des Kiosks gestaltet werden. Das gemeinsame, jährliche Abschlussgrillen mit fair produzierten Produkten stärkt den Zusammenhalt der Gruppe.

Seit ihrer Gründung entwickelt sich die Arbeit der AG mit derzeit 23 Mitgliedern der Jahrgangsstufen 5-Q1 und einer Lehrerin mit den Persönlichkeiten in der Gruppe und den entsprechenden Möglichkeiten weiter. Während 2013 zunächst ein Logo, Identität, ein Startguthaben, Gerätschaften und Räumlichkeiten für den Verkauf erarbeitet wurden, läuft die Kerntätigkeit “fairer Kiosk“ heute reibungslos. So oft wie möglich nehmen Mitglieder der Gruppe an Fortbildungen der Natur- und Umweltschutzakademie (NUA) zu Themen der Nachhaltigkeit teil. Viele AG Mitglieder bleiben bei der Gruppe, bis sie nach dem 10. Jahrgang oder dem Abitur die Schule verlassen. 2015 wurde die HGE für das Projekt der AG von der Kampagne Schule der Zukunft auf höchster Ebene ausgezeichnet.

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